Im Januar bin ich aus einer Mischung aus Langeweile und Krankheit bei TryHackMe gelandet. Den ersten Zwischenstand hatte ich damals bereits notiert: Jahresanfang mal anders.
cybersecurity
Five Eyes und der Preis schlechter Grundlagen
Die Five Eyes haben gemeinsam vor veränderten Cyberrisiken gewarnt. Das ist politisch interessant. Fachlich ist es vor allem spät. Nicht weil die Warnung falsch wäre, sondern weil ihr Kern seit Jahren sichtbar ist: Angriffe werden nicht zwingend genialer. Sie werden schneller, billiger, besser vorbereitet und öfter wiederholbar.
Claude Mythos ist gefährlich, aber nicht magisch
Gerade wird über Claude Mythos so geschrieben, als hätte Anthropic den digitalen Endgegner aus dem Keller gelassen. Das Modell sei zu gefährlich für die Öffentlichkeit, könne autonome Angriffe auf Unternehmensnetzwerke fahren und markiere den Moment, in dem klassische Security praktisch nur noch dekoratives Beiwerk ist.
Das ist vor allem eine hervorragende Geschichte für Menschen, die Schlagzeilen lieber mögen als Zusammenhänge. Schön zugespitzt, schön klickbar, schön apokalyptisch. Und wie so oft bei solchen Geschichten ist auch hier die spannendste Frage nicht die, die am lautesten in die Welt posaunt wird.
Denn nein, die eigentliche Story ist nicht, dass plötzlich ein magischer KI-Superhacker vom Himmel gefallen ist und Security jetzt offiziell vorbei ist. Die eigentliche Story ist viel nüchterner, und genau deshalb für alle unangenehmer, die lieber an den einen übernatürlichen Endgegner glauben als an jahrelang vernachlässigte Realität. Wir sehen hier vermutlich keinen reinen Modellzauber, sondern eine Kombination aus Modell, Sicherheitsfokus, Evaluationsdesign, Werkzeugkette, Zieloptimierung und sehr großzügigem Budget.
Das ist relevant. Aber es ist nicht dasselbe wie Magie.
Jahresanfang mal anders
Dieses Jahr begann für mich direkt am 2. Januar mit einem Krankenhausbesuch. Nichts wirklich Besonderes, sondern exakt das Gleiche wie hier – nur diesmal auf Steroiden. Entzündet war es bereits am 1. Januar… aber wer geht da schon zum Arzt. Am 2. habe ich mir also morgens ein Herz gefasst und bin ins Kreiskrankenhaus gefahren.