Im Januar bin ich aus einer Mischung aus Langeweile und Krankheit bei TryHackMe gelandet. Den ersten Zwischenstand hatte ich damals bereits notiert: Jahresanfang mal anders.
Ein paar Monate später ist daraus erkennbar mehr geworden als ein kurzer Ausflug. Ich arbeite weder systematisch jeden Lernpfad ab noch versuche ich, dort in Rekordtempo irgendetwas durchzuprügeln. Aber ein oder zwei Räume pro Tag sind oft drin, und über die Zeit summiert sich das eben.

Auch im Profil ist die Entwicklung inzwischen deutlich sichtbar:

Nach meinem intensiveren Januar lag ich bereits knapp in den Top 1 Prozent. Mit einem weiteren Monat aus kleinen, aber regelmäßigen Einheiten bin ich noch einmal rund 11.000 Plätze nach vorne gerückt.
Was dabei weiterhin fehlt, ist weniger Motivation als Disziplin. Ich springe zwischen Modulen und Lernpfaden immer noch ziemlich frei hin und her – je nachdem, was mich fachlich gerade mehr interessiert oder schlicht weniger nervt. Entsprechend habe ich in vielen Bereichen schon Fortschritt aufgebaut, aber vergleichsweise wenig formal abgeschlossen.

Das ist aber nicht ganz der Widerspruch, als den es auf den ersten Blick wirken könnte. TryHackMe bietet zwar durchaus eigene Zertifizierungspfade an, aber daran bin ich vorerst nicht interessiert. Im Vergleich zu Formaten wie ISC2 ist das für mich gerade schlicht nicht der Punkt. Das heißt wiederum nicht, dass die Inhalte beliebig oder fachlich leicht wären. Eher im Gegenteil: Gerade das Springen zwischen verschiedenen Bereichen zeigt, wie breit die Themenbasis inzwischen ist – eher entlang eines übergeordneten Generalistenblicks, wie ihn etwa eine CISSP abbildet, nur eben ohne den formalen Rahmen und ohne den entsprechenden Abschluss.
Für mich funktioniert das derzeit gut. Ich nutze die Plattform nicht, um dort irgendeine symbolische Anerkennung einzusammeln, sondern um Wissen aufzufrischen, Lücken zu schließen und regelmäßig an Themen dranzubleiben, die im Alltag sonst leicht nach hinten kippen.