Evooo1Bot zerlegt

Zwei Embedded-System-Platinen bei der statischen Analyse von Evooo1Bot

Als Fortinet Evooo1Bot beschrieb, las sich die Featureliste wie ein ziemlich komplettes Linux-Angriffsframework: Ein beobachtetes Loader-Skript lieferte zwölf Architekturvarianten aus; hinzu kamen 28 Kommandos, SSH-Scanning, SOCKS5, Reverse Relay, Credential-Sniffer, Persistenz, 16 Flood-Methoden und 26 Exploit-Records.

Die Liste stimmt. Sie erzählt nur nicht, wie gut die einzelnen Teile funktionieren. Genau das wollten wir wissen. Deshalb haben wir zwei ELF-Builds statisch zerlegt: ein offline aus einem MIPS-Wrapper dekodiertes MIPS-ELF und einen Renesas-SH4-Build.

Der wichtigste Befund steht nicht bei den Floods oder CVEs. Evooo1Bot meldet ein gültiges SSH-Passwort, bevor der Bot überhaupt versucht, eine Payload nachzuladen. Der Credential-Diebstahl kann also erfolgreich sein, obwohl die anschließende Infektion scheitert. Der Rest des Codes passt zu diesem Bild: einige brauchbare Werkzeuge, einige grobe Abkürzungen und eine Exploit-Sammlung, die deutlich größer aussieht, als sie technisch ist.

Das passt zu der bereits beschriebenen Kombination aus alter Security und schnellen Angreifern: Der Angreifer muss nicht elegant sein, wenn irgendwo weiterhin root:123456 akzeptiert wird.

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Pentest-Werbung einmal anders

Grafikkarte zwischen schnell durchlaufenen Passwortkandidaten und einer massiven Datenstruktur als Symbol für speicherintensives Argon2id.

Mir ist heute eine Werbung für eine Pentestfirma entgegengeflattert. Darauf stand der schöne Satz:

Speicher dir das. So knacke ich ein Passwort, ohne es je zu raten.

In der Grafik waren – ich kopiere und zeige sie hier bewusst nicht – ungefähr diese drei Befehle zu sehen:

hashcat -m 1000 hash.txt rockyou.txt
hashcat -m 1000 hash.txt rockyou -r best64.rule
hashcat -m 1000 hash.txt -a3 ?u?l?l?l?l?d?d

Das Problem ist nicht Hashcat. Das Problem ist die Behauptung, hier werde ein Passwort geknackt, „ohne es je zu raten“ – gefolgt von drei Varianten des Ratens. Eine RockYou-Wortliste als geheimnisvolle Pentest-Magie zu verkaufen, ist fachlich schon ziemlich dreist.

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Der uwu-Mode und das Rückgrat der Agenten

Dunkle technische Agenten-Oberfläche mit rosa uwu-Overlay aus Herzchen, Pfoten und Symbolen; unter der verspielten Schicht bleibt eine klare, strukturierte Systemansicht sichtbar.

Ich habe in Hermes den Schalter /personality entdeckt. Die Auswahlliste sieht ziemlich genau so aus, wie man es von einem bereits ordentlich produktisierten Agentensystem erwartet: ein bisschen nüchtern, ein bisschen albern und an einer Stelle komplett entgleist. Zwischen helpful, technical und noir steht dort eben auch uwu.

Als Witz ist das schnell verstanden. Als Signal ist es interessanter. Denn sobald ein System nicht mehr nur Text ausspuckt, sondern mit Tools arbeitet, Dinge entscheidet, Widerspruch formulieren soll und im Zweifel echte Seiteneffekte erzeugt, ist so ein Overlay keine reine Kosmetik mehr.

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