Ich möchte daraus keine fortlaufende Serie machen. Aber sechs Wochen nach den ersten Bildern lohnt sich ein neuer Blick auf den Lampertheimer Altrhein: Das Niedrigwasser ist nicht verschwunden. Im Gegenteil, vom gleichen Standort an der Biedensandbrücke wirkt der Wasserstand noch einmal niedriger.
Den Stand vom 15. August hatte ich bereits im Beitrag „Niedrigwasser in Lampertheim“ festgehalten. Die folgenden Aufnahmen zeigen die weitere Entwicklung am selben Ort.
20. September: Der Wasserlauf wird noch schmaler
Die erste neue Aufnahme entstand am vergangenen Sonntag, dem 20. September. Große Teile des Flussbetts liegen weiterhin trocken; das verbliebene Wasser zieht sich überwiegend an der rechten Seite entlang.

26. September: Keine erkennbare Entspannung
Die beiden nächsten Bilder stammen von heute, dem 26. September. Perspektive und Brennweite sind etwas anders, doch die freigelegten Steine, die Uferkante und der schmale Wasserlauf machen deutlich: Eine Erholung ist hier nicht zu erkennen.


Als Orientierungspunkte dienen unter anderem der alte Reifen im linken Bereich und das Hindernis weiter hinten im Wasser. Der Vergleich ist keine Pegelmessung, zeigt aber ziemlich anschaulich, dass das Niedrigwasserproblem vor Ort keineswegs vorbei ist.
Auch der Rhein bei Worms auf Rekordtief
Die lokale Beobachtung passt zur Lage am Rhein: Die Hessenschau berichtete am 24. September über den niedrigsten Stand am Pegel Worms seit Beginn der dortigen Aufzeichnungen. PegelOnline der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung wies dort am frühen Morgen des 26. September minus 26 Zentimeter aus. Das Minus bedeutet nicht, dass der Rhein eine negative Wassertiefe hätte, sondern dass der Wasserstand unter dem festgelegten Pegelnullpunkt liegt.
Kurz gesagt: Seit den Bildern aus dem August ist zwar Zeit vergangen, Wasser ist aber offenbar kaum hinzugekommen.