Kein Cybermonday ohne mich

Amazon hat wieder seinen Cybermonday und wie im letzten Jahr musst ich, den Warnungen der üblichen Amazongegnern und Verbraucherverbände zum trotz, ein wenig Geld in die Hand nehmen. Geworden ist es diese Jahr, wie sollte es auch anders sein, ein Objektiv für mein neues Lieblingsspielzeug.

Ich habe mir ein Sigma 17-50mm F2,8 EX DC OS HSM Objektiv für knappe 289 Euro geleistet. Das sind mal knappe 50 Euro weniger als der aktuelle Amazonpreis, vom Preis her bleibt da also recht wenig zu meckern.

Warum ich bei diesem Objektiv zugeschlagen habe ist auch recht einfach erklärt. In diesem Brennweitenbereich habe ich aktuell nur das 18-55 IS2 Kitobjektiv von Canon bei dem ich mir schon immer ein wenig mehr Lichtstärke gewünscht habe. Mit dem Sigma sollte sich dieser Wunsch jetzt erfüllen, eine durchgängige Offenblende von 2.8 sollte da doch eine deutliche Verbesserung bringen, deshalb stand es eigentlich schon etwas länger auf meiner persönlichen Wunschliste. Der Cybermonday lieferte nur den noch benötigten Schups in die richtige Richtung um zuzuschlagen. Passend zu meinem Urlaub am nächsten Montag wird das Teil dann wohl geliefert werden und ich denke mal das ich knappe 10 Minuten nachdem ich das Teil in den fingern habe damit direkt auf die Piste gehe.

Das also mal zu meinen recht positiven Erlebnissen mit dem Amazon Cybermonday, was haben die Gegner dieser einwöchigen Rabattaktion an dieser Stelle wieder zu meckern?

Die Antwort auf diese Frage besteht eigentlich aus 2 Teilen. Auf der einen Seite gibt es die Verbraucherschützer die bei Amazon plötzlich medienwirksam aus ihren Löchern kriechen um uns allen zum tausendsten Mal zu erzählen das nicht alles was nach Sonderangebot aussieht auch eins ist. Jupp, da haben sie Recht. Wie bei jeder anderen Werbeaktion kann es auch beim Cybermonday passieren das man auf ein Produkt hereinfällt das man sich normal niemals gekauft hätte bzw. das man ein paar Wochen später hätte zum gleichen Preis kaufen können. So ist das halt in unserer modernen Welt und so wird es auch bleiben solang es Werbeaktionen gibt 😉

Der andere Teil der Kritiker fällt unter die Kategorie der Amazon Verweigerer. Als Argument aus dieser Ecke kommen die schlechten Arbeitsbedingungen, der Rauswurf von Wikileaks, Knebelverträge mit Autoren und natürlich die generelle Monopolstellung. Wo soll man da am besten Anfangen ?

Ja die Arbeitsbedingungen bei Amazon sind anscheinend nicht die Besten, verstoßen aber soweit ich da aktuell informiert bin nicht gegen geltendes Recht. Was soviel bedeutet wie Amazon tut genau das was man von ihnen erwartet. So günstig wie irgendwie möglich Arbeitskräfte rekrutieren. Wenn da was falsch läuft sollte eventuell der Gesetzgeber eingreifen. Ansonsten gilt hier das gleiche wie bei jedem anderen Arbeitsverhältnis auch. Solang jemand solche Arbeitsbedingungen akzeptiert, genau das tut man mit dem Unterschreiben eines Vertrages, selbst schuld.

Der Rauswurf von Wikileaks war zwar recht ärgerlich, mir währe allerdings neu das es irgendeinen Anspruch auf Dienstleistungsverträge gibt. Rein Hostingtechnisch nehme ich mir auch jederzeit das Recht heraus Projekte die mehr Ärger machen als sie mir wert sind von den Servern zu werfen. Gleiches gilt natürlich auch für mich, wenn jemand meine Kohle nicht mehr haben will dann suche ich mir einfach jemand anders der sie nimmt.

Was die Knebelverträge angeht so bin ich an dieser Stelle absolut nicht im Thema drin. Amazon muss man aber an der Stelle wirklich zugute halten das sie mit ihrem Kindel die Ebookindustire endlich einmal in die richtige Richtung prügeln. Wir sind zwar an dieser Stelle noch ganz Weit von meiner Idealvorstellung entfernt doch die Richtung stimmt zumindest.

Nur in einem einzigen Punkt muss ich den Gegnern von Amazon recht geben Amazon ist kein Ersatz für den kleinen Buchladen an der Ecke. Trotz der Tatsache das ich inzwischen relativ regelmäßig bei Amazon einkaufe treibt es mich doch hin und wieder in einen normalen Buchladen. Das stöbern und ab und an ein guter Tip der Verkäufer dort hat mir schon das ein oder andere schöne Leseerlebnis beschert bzw. einige der Bücher in meinem Regal hätte ich mir so bei Amazon niemals bestellt. Es muss nicht immer entweder oder sein. Die meisten Bücher die ich bei Amazon bestelle würde ich in dem Buchladen um die Ecke auch eher nicht vorrätig finden. Was ich bei Amazon viel eher bestelle sind Produkte die ich mir früher bei Conrad,Saturn, Mediamarkt und ähnlichen gekauft hätte. Diese Läden betrete ich aktuell eigentlich nur wenn es wirklich schnell gehen muss. Damit kann es dann aber auch wirklich jeder halten wie er will.

Für mich hat sich der Cybermonday zumindest gelohnt und ich werde mich auch die nächsten Tage noch durch die Angebote dort wühlen.

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About Brechthold

Brechthold gehört zu dem Gründungsteam von Contempt-it . Nach ein paar Jahren der Abstinenz jetzt wieder zurück im Adminteam um ein wenig Ordnung zu schaffen. Zu seinen Lieblingsthemen gehören Honeypots, IDS-Systeme und Servermonitoring. Neben seiner Arbeit im Adminteam werkelt er noch an seinem Brechtblog

One Response to Kein Cybermonday ohne mich

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