Mein neuer Spielgefährte

Alle Jahre wieder führen die Weihnachtseinkäufe dazu das ich mich durch einige Onlineshops wühle um noch ein paar Geschenke zu ergattern. Dieses Jahr kam dann zu dem alljährlichen Shoppingwahn noch eine Laptopkaufberatung. Ich verbrachte also die vorweihnachtliche Zeit, in der ich jede Menge Geld mit vollen Händen aus dem Fenster werfe, mit dem druchstöbern aktueller Laptopangebote.

Je länger ich mich in den aktuellen Angeboten vertiefte desto mehr bemerkte ich das mein eigener Laptop mit seinem DualCore inzwischen bereits ein wenig in die Jahre gekommen ist. Es kam wie es kommen musste und ich wurde quasi dazu gezwungen mir einen neuen Laptop anzuschaffen. Ganz nebenbei war das Angebot von knapp über 500 Euro für einen ordentlich ausgestatteten Lenovo zu gut um nicht zuzuschlagen. Es sollte quasi ein kleines Weihnachtsgeschenk an mich selbst werden. Trotz Streik und den “Lieferengpässen” von denen man im Moment überall hört war der Laptop knappe 2 Tage später bei mir. Eine Woche vor Weihnachten fand ich das schon eine recht gute Leistung von Amazon. Lange Rede kurzer Sinn hier zumindest einmal die Eckdaten meines neuen Laptop:

Typ: Lenovo Essential G700
Gewicht: 2,9 Kg
Prozessor: Intel Core i7-3632QM
RAM: 4 GB max. Ram: 16GB
Festplatte: 500 GB Hybrid
Grafikkarte: Intel + Nvidia GeForce GT720M
Ethernet: Qualcomm Atheros QCA8172 Fast Ethernet 10/100 Mbit
Wlan: Broadcom Corporation BCM43142 802.11b/g/n
Preis: 529 Euro

Kein absolutes Leistungsmonster aber für den Alltagsgebrauch recht gut ausgestattet. Hier noch der Amazonlink falls ich bei dem ein oder anderen gerade einen Kaufreflex auslöse. Jetzt aber einmal zu meiner Einschätzung des Ganzen.

Anfangs zögerte ich aufgrund der 17 Zoll Größe ein wenig, für ein Gerät das immer mit mir herumschleppe ist das doch schon ein wenig groß. Am Ende siegte dann allerdings doch das Motto “mehr Bildschirm, mehr gut”, ganz abgesehen davon dürfte ich bei einem 17 Zöller mit deutlich weniger Hitzeproblemen rechnen müssen als bei einem kleineren Modell. Postiv überrascht hat mich vor allem die Hybridfestplatte. Bei der Erstinstallation mit Windows 8.1 machte sie doch einen extrem flotten Eindruck.

Ja, richtig. Der Laptop läuft bei mir unter Windows 8.1, also unter anderem. Windows 8.1 ist aktuell mein mittel der Wahl wenn es um den Einsatz von Photoshop, WoW und weiterer kleiner Spielereien geht. Für das ernsthafte Arbeiten befindet sich noch Kali Linux auf einer zweiten Partition der Festplatte. Die Installation von Kali Linux sollte aber dann doch ein wenig schwieriger werden. Wie ich eigentlich bereits vorher erwartet hatte begannen die Probleme bei der Installation von Kali bereits beim Wlanchipsatz.

Der Broadcom BCM43142 lässt sich nur mit ein wenig manueller Nacharbeit zum funktionieren unter Kali Linux überreden, den Bluetoothteil des Chips habe ich im Moment immernoch nicht am laufen. Wenn man ihn dann endlich ans Laufen bekommen hat stellt man erwartungsgemäß die üblichen Wlanspielereien eher nicht möglich sind. Egal, für so etwas gibt es ja bei mir meinen externen USB Adapter.

Das zweite mehr oder weniger erwartete Problem wurde die hybrid Grafikkarte. Diese Intel/Nvidia kombilösungen sind unter Linux meistens noch eine richtige Folter, so natürlich auch in meinem Fall. Doch auch hier war nach einer Installationsorgie von knappen 2 Stunden (ja ich hab die CUDA Samples auch kompiliert) die Grafik komplett einsatzbereit und vor allem hatte ich die Cuda features der Grafikkarte am rennen. Wie genau ich das bewerkstelligt habe würde jetzt hier zu weit führen, im großen und ganzen lässt es sich allerdings mit “komplette Kette von Treiber – CUDA selbst kompilieren” zusammenfassen. Wenn dann noch die Reihenfolge stimmt sollte es laufen.

Das schöne an der Cudaunterstüzung ist ja das sich darüber dann auch ganz ordentlich Benchmarks fahren lassen. Hier beispielsweise einmal die Ausgabe von pyrit mit der CUDA Unterstüzung.

root@brecht-lappi:~/# pyrit benchmark
Pyrit 0.4.0 (C) 2008-2011 Lukas Lueg http://pyrit.googlecode.com
This code is distributed under the GNU General Public License v3+
Running benchmark (11651.4 PMKs/s)... -
Computed 11651.44 PMKs/s total.
#1: 'CUDA-Device #1 'GeForce GT 720M'': 8802.1 PMKs/s (RTT 2.8)
#2: 'CPU-Core (SSE2)': 493.8 PMKs/s (RTT 3.1)
#3: 'CPU-Core (SSE2)': 488.7 PMKs/s (RTT 3.0)
#4: 'CPU-Core (SSE2)': 484.2 PMKs/s (RTT 3.0)
#5: 'CPU-Core (SSE2)': 581.0 PMKs/s (RTT 3.0)
#6: 'CPU-Core (SSE2)': 486.6 PMKs/s (RTT 3.0)
#7: 'CPU-Core (SSE2)': 484.1 PMKs/s (RTT 3.0)
#8: 'CPU-Core (SSE2)': 489.0 PMKs/s (RTT 3.0)

Haut mich jetzt nicht so wirklich von den Socken, sollte für ein mobiles Gerät allerdings doch ausreichend sein.

Was die Akkulaufzeit angeht liege ich da aktuell irgendwo zwischen 4 und 6 Stunden, was so rein vom Gefühl her bereits eine sehr ordentliche Zeit darstellt.

Alles in allem bin ich mit dem Lappi so wie er ist ganz zufrieden, vor allem für diesen Preis. Das einzige was an diesem Laptop in der nächsten Zeit noch passieren wird ist das Upgrade auf 16GB Ram. 4GB ist für meine Anwendungsfälle unter Linux doch ein wenig knapp bemessen und auch unter Windows werden sich einige Anwendungen sicher über etwas mehr Speicherplatz freuen.

Das also mal als Update zu meiner technischen Ausstattung bzw. meinem weihnachtlichen Drang geld aus dem Fenster zu werfen.

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About Brechthold

Brechthold gehört zu dem Gründungsteam von Contempt-it . Nach ein paar Jahren der Abstinenz jetzt wieder zurück im Adminteam um ein wenig Ordnung zu schaffen. Zu seinen Lieblingsthemen gehören Honeypots, IDS-Systeme und Servermonitoring. Neben seiner Arbeit im Adminteam werkelt er noch an seinem Brechtblog

2 Responses to Mein neuer Spielgefährte

  1. Thomas says:

    Guten Tag

    ich selbst besitze einen Acer E1-570G Laptop der auch mit einer NVIDIA GT 720M Grafikkarte bestückt ist und bin etwas am verzweifeln.
    Nach wochenlangem durchforsten des www habe ich bisher immer noch keine Lösung gefunden um diese zum Laufen zu bringen in verbindung mit CUDA.
    Ansatzweise habe ich dies schon geschafft, allerdings nie so, das pyrit die GPU nutzt.
    Sie scheinen bisher der einzige zu sein, der dies ohne Bumblebee geschafft hat.
    An das eigenen Kernel-Compilieren habe ich mich bis jetzt ncht so recht ran getraut und wäre daher dankbar um eine kleine Hilfestellung/Rat.

    Bevor jetzt eine Grundsatzdiskussion los geht, warum ich Kali nutze…
    Nach etlichen probieren der x-verschiedenen Linux Versionen (Ubuntu,Mint, Suse usw usw) muss ich sagen, das ich am meisten mit über Linux mit Kali gelernt habe. Was nutzt ein System das hauptsächlich über Grafische Oberflächen läuft? Mir ist es lieber die Befehle selbst über das Terminal ein zu geben und vor Aufgaben gestellt zu werden. Das ist bei Kali durch die extreme Anpassung am besten gegeben. Finde ich…
    Und seitdem ich eine Man in the Middle Attacke bei mir durchgeführt hatte und dabei gesehen habe, was für Daten allein damit innerhalb von Minuten von mir abgegriffen werden können. Möchte ich mich damit um so mehr beschäftigen, ganz einfach um mich selbst besser absichern zu können.
    Aber eines nach dem anderen 🙂

    Mit Gruß
    Thomas

  2. Pingback: Neue Technik – neue Benchmarks – Brechtholds Blog

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