Passwortleaks und Aggregation

Illustration einer schlecht abgesicherten Such- und Analyseumgebung für kompromittierte Zugangsdaten.

24 Milliarden Datensätze sind eine gute Zahl für schlechte Schlagzeilen. Groß genug für Rekordrhetorik, ungenau genug für Panik und praktisch genug, damit jeder noch schnell „größter Leak aller Zeiten“ darüber schreiben kann.

Der wichtigere Punkt ist aber nicht die Zahl. Einzelne Credential-Leaks sind bereits gefährlich genug. Sie erlauben Account-Übernahmen, VPN-Zugriffe, SaaS-Missbrauch, Passwort-Reuse-Angriffe und gezielte Folgeoperationen. Und sie hören nicht auf. Während ein alter Bestand ausgewertet wird, entstehen schon die nächsten: durch Infostealer, kompromittierte Integrationen, schwache Remote-Access-Systeme oder schlecht verwaltete Identitätsketten.

Der aktuelle 24-Milliarden-Fall ist deshalb vor allem wegen der zweiten Stufe interessant: Nach den derzeit sichtbaren Berichten lag das Material nicht einfach als Dump herum, sondern in einem offenen Elasticsearch-Bestand von rund acht Terabyte. Also in einer Form, die auf Suchen, Filtern, Korrelation und Wiederverwertung ausgelegt ist. Aus gefährlichem Rohmaterial wird damit ein durchsuchbarer Arbeitsbestand. Und dieser Arbeitsbestand war offenbar selbst nicht brauchbar abgesichert.

Das ist die eigentliche Geschichte. Nicht „schon wieder viele Passwörter“, sondern: Credential-Material wird laufend neu erzeugt, anschließend zusammengeführt und verwertbar gemacht – und in diesem öffentlich gewordenen Fall war ausgerechnet diese Aggregationsschicht offen genug, um gefunden zu werden.

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Erpressung durch die NSA

Lange habe ich mich bewusst zu den Themen Snowden, NSA, und der ganze Abhörgeschichte stark zurück gehalten. Das hatte mehrere Hintergründe, zum einen hat meine Lieblingspartei das Thema kurz vor der Wahl aufgegriffen und versucht ihren Wahlkampf daran auszurichten. Gut, von mir aus können die freidrehenden Freibeuter ja treiben was sie wollen doch möge man mir dann bitte auch nachsehen wenn ich für mich entscheide das ich mich im Beisein von diesem Haufen nicht öffentlich zeige. Zum Anderen war es mir dann doch ein wenig zu blöd so zu tun als hätte ich jetzt etwas schrecklich neues erfahren, ich war mir miner Überwachung auch vor Snowdens kleinem Auftritt bereits sehr bewusst. Die NSA hatte ich zwar eher weniger im Verdacht, ansonsten hatte das aber so ungefähr das Ausmaß von dem ich da so ausgegangen bin. Eigentlich hatte ich eher auf irgendwelche Datenaustauschaktionen zwischen ein paar großen Unternehemen wie Bing, Google, Level3, Facebook, Telekom, Blizzard etc. getippt, aber gut was nicht ist kann ja noch werden 😉

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Verteiltes Leid ist halbes Leid

Ich hatte ja bereits geschrieben das ich von Nagios zu Shinken gewechselt bin, Heute möchte ich mal ein wenig über die Verteilung von Shinken sprechen. Zumindest so wie es bei mir zum Einsatz kommt. Im Moment betreue ich privat einige Rechner an unterschiedlichen Standorten. Da die meisten der Rechner sich hinter einer DSL Leitung verstecken … Weiterlesen